Gebrauchs- und SchutzhundeVerein Raunheim e. V.
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Seminare 2016

Seminar Longieren am 06.08.2016 und 07.08.2016

 

Spaß am Kreis

 

Am Samstag trafen sich neun Hundeführer zum ersten Seminartag. Beim gemeinsamen Frühstück erklärten die Lehrgangsleiter Beate und Lothar Schäfer den Seminarteilnehmern die Grundlagen und die Philosophie des Longierens. So dient diese Sportart der körperlichen Auslastung von Hunden und bereitet diesen sowie den Menschen viel Freude.

 

Da die Tiere auf Distanz den Anweisungen der Hundeführer folgen sollen, ist eine eindeutige klare Körpersprache das wichtigste Element beim Longieren. Zudem ist die Motivation des Hundes durch seinen Hundeführer ausgesprochen wichtig.

 

Beim Longieren steht der Hundeführer im Zentrum eines Kreises (Durchmesser 10 Meter bis 20 Meter, bei kleinen Hunden entsprechend geringer), die Kommunikation mit dem Hund erfolgt mittels Körpersprache. Das Betreten des Kreises ist dem Hund verboten. Selbstverständlich besteht dieser Sport nicht aus eintönigem im Kreis laufen. Vielmehr werden die Runden durch die verschiedensten Elemente wie Sitz, Platz, Steh, Richtungs- und Tempowechsel aufgelockert und interessanter gemacht. Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

 

Durch die räumliche Entfernung zwischen Hund und Mensch beim Longieren, wird im Hund der Wunsch verstärkt, seinem Menschen nahe zu sein. Dies kann sich positiv auf die in anderen Hundesportarten gestellten Anforderungen (z. B. Unterordnung) auswirken. Zudem wird die Bindung zwischen Hund und Hundeführer gefördert.

 

Vor Beginn der eigentlichen praktischen Trainingseinheiten, zeigte Lothar Schäfer jedem einzelnen Teilnehmer in Proberunden, wie der Hund motiviert und belohnt werden kann. Danach wurde die Gruppe aufgeteilt, am größeren Kreis widmete sich Lothar den großen Hunden und Beate kümmert sich an einem kleineren Kreis um die kleinen Hunde.

 

Selbstverständlich beginnen die Anfänge des Longierens in geringer Distanz zum Rand des Kreises und mit angeleintem Hund, so dass man sehr schnell einwirken kann, wenn das Tier den Longierkreis betritt. Auch wird jedes neu hinzukommende Element in geringerem Abstand zum Hund eingeübt.

 

Am ersten Seminartag taten sich die Menschen noch schwer damit, eine klare und eindeutige Körpersprache zu zeigen, verbesserten jedoch durch die geduldige Unterstützung durch die Seminarleiter mit jeder Trainingseinheit dieses wichtigste Element des Longierens. Besonders eindrucksvoll war zu sehen, wie die Hunde auf die verbesserte Körpersprache reagierten. Noch vor dem Mittagessen hätte keiner der Teilnehmer geglaubt, dass schon am Nachmittag die Distanz zum Hund stark vergrößert werden kann und die Tiere die diversen Aktionen wie Sitz, Platz und Richtungswechsel beherrschen.

 

Erschöpft, aber zufrieden beendeten die Teilnehmer den ersten Trainingstag.

 

Am Sonntag fanden sich alle motiviert und frohen Mutes wieder auf dem Gelände des GSV ein. An diesem zweiten Seminartag wurden die am Vortag eingeübten Fertigkeiten gefestigt und ausgebaut. Dass die Hunde Freude an dieser Beschäftigung haben, konnte man deutlich sehen, denn alle zogen auf den Platz und in Richtung der Longierkreise. Noch vor dem Mittagessen arbeiteten alle Teilnehmer ohne Leine und praktisch komplett aus der Kreismitte heraus. Am Nachmittag erfolgten noch einige Runden.

 

Zum Abschluss zeigten sich die Seminarleiter sehr zufrieden mit den Lernergebnissen und rieten den Hundesportlern, weiterhin zu trainieren und das Training sukzessive auszubauen.KAL

 

 

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